[Rezension] Das Jahr, in dem ich dich traf

Sonntag, 12. Juni 2016


Das Jahr, in dem ich dich traf ● Autorin: Cecelia Ahern  ● Verlag: FISCHER Krüger ● erschienen am 25.02.2016 ● 384 Seiten ● Taschenbuch ● 9,99 € ● Leseprobe ● Kaufen?


Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe. Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr, das alles verändert.
Das Jahr, in dem ich dich traf ist der erste Roman den ich von Cecelia Ahern gelesen habe. Über die Autorin habe ich schon sehr viel gutes gehört gehabt, so dachte ich mir jetzt oder nie. Bei jedem Besuch in der Buchhandlung hat mich das Cover nur zu magisch angezogen. Wenn ich es mir anschaue, denke ich sofort an einen verregneten Tag, schön eingekuschelt in einer Decke mit einer heißen Tasse Tee, ach wie wunderbar. Ich habe es mir als E-Book zugelegt da ich erst einmal den Schreibstil der Autorin testen wollte.

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin war für mich eher schwierig, was mir leider das Lesen ein wenig erschwert hat. Sie lässt Jasmine aus der Ich-Perspektive erzählen, als sei es ein Tagebuch. Matt wird von Jasmine immer mit dem Personalpronomen "Sie" angesprochen, was ich in der ganzen Handlung sehr irritierend fand. Ich bin bis zum beenden des Romans nicht dahinter gekommen welchen tieferen Sinn die Anrede hat und wieso diese verwendet wird.

In diesem Buch geht es um unsere Protagonistin Jasmine. Sie ist eine Frau Mitte 30, die sich über ihre Arbeit und die Liebe zu ihrer Schwester definiert, doch aufgrund einer Kündigung und des daran angehängten Gardening Leaves wird ihr gesamtes Leben auf den Kopf gestellt.
Ein weiterer Charakter in dem Buch ist Matt, ihr Nachbar. Er ist ein sehr draufgängerischer Typ mit Familienproblemen und vielen Alkoholexessen. Im Laufe der Handlung findet Jasmine Matt aber immer interessanter und es entwickelt sich eine Freundschaft.
Ein wichtiger Charakter in diesem Buch, der mir auch immer wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert hat, ist Jasmine Schwester Heather die unter dem Down-Syndrom leidet. Für mich ein wichtiges Thema. Ich denke jeder kennt das Bedürfnis Menschen mit einem Handicap sofort behilflich sein zu wollen. Auch in diesem Buch bemuttert Jasmine Ihre Schwester sehr. Im Laufe der Handlung wird aber klar wie eigenständig Ihre Schwester eigentlich ist. Helfen zu wollen ist die eine Sache, aber anhand dieser Handlung ist meine Meinung bestätigt dass diese Menschen oft unterschätzt werden und das Sie ihr Leben genauso gut auf die Reihe bekommen wie alle anderen auch.

Familie spielt eine sehr große Rolle in diesem Roman, denn nicht nur Matt hat den größten Streit mit seiner Frau, sondern auch Jasmine kämpft mit familiären Problemen. Nach und nach krempeln Jasmine und Matt ihr Leben um und lassen uns an den alltäglichen Problemen in unserem Leben teilhaben. Die Liebesgeschichte von Jasmine und Monday findet leider nur sehr wenig Platz in dem Roman und ist eher nebensächlich.


Das Jahr, in dem ich dich traf war für mich eher schwierig zu lesen. Mit dem Themen die in diesem Buch angesprochen werden, kann sich meiner Meinung nach so gut wie jeder Leser identifizieren. Einige von uns haben auch schon einmal ihren Job verloren, Freundschaft spielt so oder so für jeden eine große Rolle, sowie auch das Thema Familie. Die Themen waren für mich eine gute Basis, allerdings empfand ich den Roman recht langatmig geschrieben ohne jegliche Höhepunkte. Beim Kauf dieses Buches habe ich mich auf eine schöne Liebesgeschichte eingestellt, die aber leider nur nebensächlich dargestellt war und sehr wenig Aufmerksamkeit bekam. Das Buch kann man nicht als schlecht betiteln aber auch nicht als grandios, somit bekommt es von mir 3 von 5 Cups of Tea.


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